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08.07.2022

Profiling: der „Next Level“ im Veränderungscoaching?

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Das Leben ist phasenweise geprägt von Entwicklungen, Höhen und Tiefen sowie Perioden der Orientierung. Es zeigt sich in der beruflichen Laufbahn immer wieder der Versuch, Lösungen für diese Anforderungen des Lebens zu finden - sei es im Wunsch nach Sicherheit, persönlicher Entwicklung, Freiheit, Sinnstiftung und dem Balanceakt zwischen Erwerbsleben und Privat. In den letzten beiden Jahren kamen zusätzlich die Herausforderungen der Pandemie  mit Homeschooling, Homeoffice, sozialer Isolation und Angst hinzu. Solche Phasen regen zum Nachdenken an und bringen häufig den Wunsch nach Neuorientierung und manchmal holt man sich dafür Hilfe von außen. Hier kommt die coachende Person und deren Menschenkenntnis ins Spiel. Wichtig dabei ist zu beachten, dass der Mensch und so auch der/die Coach*in einer unbewussten Verzerrung (Cognitive Bias) beim Wahrnehmen, Erinnern, Denken und Urteilen unterliegen kann. Mit jeder Sichtweise, die man einbringt, bringt man auch seine subjektive Sichtweise zutage. Beobachter*innen sind somit Teil ihrer Beobachtung.

Fünf Pluspunkte für den Einsatz von Profilingmethoden im Veränderungscoaching:

1. Durch die Ermittlung der Baseline setzt sich der/die Coach*in intensiver mit der Persönlichkeit des Coachees auseinander. Das kann beispielsweise im Vorgespräch und in der ersten Einheit passieren. Dafür eigenen sich typische Smalltalk-Themen wie zB die Anreise zum Termin, ob er/sie gut hergefunden hat, der letzte Urlaub oder eine Frage zu einem Haustier, Wetter, Hobby, etc. Auch kann der Fragebogen, den der/die Klient*in im Vorfeld ausgefüllt hat, hergenommen werden. Ist die Baseline eruiert, kann es an den Abgleich gehen.

2. Gestik und Bewegung am „ganzen“ Menschen können einen wertvollen Hinweis liefern. Schüttelt der/die Klient*in den Kopf und sagt ja zu etwas? Sitzt die Person ständig mit hochgezogenen Schultern im Gespräch, schwitzt und wirkt gestresst? Hat er/sie etwas in der Hand (zB einen Stift) und hält sich daran fest? Bricht bei einem Thema plötzlich die Stimme, obwohl vorgegeben wird, dass alles passt? Ändern sich Faktoren zum Normalzustand, können diese in einem „Ich-bin-okay, du-bist-okay“-Zustand“ hinterfragt und tatsächliche Ursachen erforscht werden.

3. Die Verhaltensanalyse bietet ein tiefergreifendes Erkennen des Zusammenhangs zwischen Persönlichkeit und dem zu erwartenden Handeln. Dies ermöglicht wiederum, sofern gewünscht,  ein wertvolles Feedback an den/die Klient*in über die Außensicht (Fremdeinschätzung).

4. Die Auswahl der Coachingtools kann entsprechend der Verhaltensanalyse und der daraus gewonnenen Erkenntnisse über Fähigkeiten und Fertigkeiten der Klient*innen gewählt werden, Über- beziehungsweise Unterforderung können vermieden werden.

5. Weiters unterstützen die Methoden die coachende Person selbst, sich zu hinterfragen und auch weiterzuentwickeln, denn bekanntlich ist irren menschlich.  Es ist enorm wichtig, immer wieder einen Blick auf die eigenen, verdeckten oder offenen Reaktionsmuster und Absichten (Bias) zu werfen, die die eigene Kommunikation in Form von Sprache, Mimik und Bewegungen steuern, um so eine unbewusste Einflussnahme zu reduzieren.

“Each next level calls for a different now.”

Wollen wir im Coaching den „Next Level“ erreichen, dann können wir dafür Maßgebliches am Startpunkt und in den Methoden am Weg tun. Mit der Anwendung von Profilingmethoden im Coachingprozess  kann die Standortbestimmung differenzierter vorgenommen und aus dem persönlichen Qualifikations- und Kompetenzprofil die Schlüsse gezogen werden, die den entscheidenden Vorteil für die individuelle Zukunftsentwicklung bringen.

Admin - 17:01 @ Zielsetzung

 
 
 
 
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